Die Anatomie und Pathologie der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München entsteht am Campus Oberschleißheim, im Norden Münchens. Die Tierärztliche Fakultät vereint dort Tieranatomie und Tierpathologie unter einem Dach mit dem Ziel, wichtige Synergien in der Forschung zu schaffen. Außerdem erfolgt in dem Gebäude ein wichtiger Teil der tierärztlichen Ausbildung, sodass der Fokus in der Errichtung großzügiger studentischer Lehrbereiche mit Sonderräumen wie Sektions- und Präparationssälen sowie lehrstuhlübergreifend genutzte Spezialhörsäle liegt. Ebenso werden Büroflächen und Labore (S2) für die Lehrstühle in dem Gebäude untergebracht.
Der Neubau wird geprägt durch eine einheitliche Gebäudehülle aus Klinkersteinen in hellen, warmen Grautönen. Gestalterische Akzente setzen dabei insbesondere die unterschiedlich strukturierten Klinkeroberflächen sowie der zweigeschossige, komplett verglaste Foyerbereich.
Die klare Trennung der beiden Institute spiegelt sich deutlich im Baukörper wider, der durch einen zentralen Eingangshof im Westen und einen Fassadenrücksprung im Osten gegliedert ist. Diese Elemente formen einen U-förmigen Bau, der die Grundorganisation des Gebäudes unterstreicht. Als verbindendes Element der Fachbereiche dient der zweigeschossige Eingangs- und Foyerbereich, der sich zum begrünten Campusanger öffnet. Mit seiner offenen, geschwungenen Haupttreppe und den Galerieflächen im ersten Obergeschoss bildet es einen repräsentativen Empfangs- und Aufenthaltsbereich. Es fungiert als kommunikatives und organisatorisches Zentrum, in dem sich interne und externe Wissenschafler, Studenten und Mitarbeiter ungezwungen austauschen können und erschließt die gemeinsam genutzten Lehr- und Studienbereiche. Die Multifunktionswände im Foyer markieren den Übergang von der öffentlichen Zone zu den Lehrbereichen des Gebäudes. Die dem Foyer zugewandten Seiten sind vielfältig gestaltet: Integrierte Einbaumöbel bieten Platz für Informationstafeln, Ausstellungsflächen der Schausammlung sowie funktionale Elemente wie Schließfächer für die Studierenden. Zusätzlich schaffen Sitznischen eine einladende und kommunikative Atmosphäre, die den Raum lebendig und einladend machen.
Der multifunktional genutzte Hörsaal erstreckt sich vom Erdgeschoss bis ins Untergeschoss mit ansteigendem Gestühl und bietet Platz für bis zu 360 Studenten. Über die Eingangsebene ist außerdem der gemeinsam genutzte Seminarraum erreichbar. Im Obergeschoss schließt der Histologiesaal und die Schauausstellungen mit Exponaten zum Selbststudium an. Zu den besonderen Bereichen der Institute zählen auch die Präparations- und Sektionsräume im Erdgeschoss, die großzügige, zweigeschossige Säle für den studentischen Lehrbetrieb umfassen.